Twitter Dir einen #ueberfluessig #tweet

Nachdem die Werbeindustrie Twitter als zusätzlichen Kanal für sich entdeckt hat, ist das Hashtag nicht mehr wegzudenken. In jedem Werbeclip, auf jeder Plakatwand und in jeder Anzeige wird auf Twitter verwiesen. Hastag als Kanal für die Masse.

Wie so oft rückt damit ein Medium in die Masse, die zuvor (in Deutschland) ein Schattendarsein genoss – und damit gut unterwegs war. Auch wenn viele den Sinn des Hastags und von Twitter nach wie vor nicht verstehen, hintergraht wird er selten. Und wird er genutzt?
Jeder, der Hashtag-Aktionen live beobachtet, wird feststellen, dass die Zahl derer, die während einer Fernsehsendung zu Twitter wechseln, eher gering ist.

Viel schlimmer ist es jedoch, dass jeder Laie meint, auf den Zug aufspringen zu müssen.  Muss wirklich jeder Webseiten-Betreiber einen eigenen Twitter-Kanal betreiben?

Liebe Schopbetreiber dieser Welt: Ist es wirklich sinnvoll, jeden neuen Artikel Eures Shops ohne Zusammenhang zu twittern? Über Branchennews, tolle Aktionen oder Hintergrundinfos werde ich gern informiert. Aber ich möchte nicht erfahren, dass Eure #Klobürste in neuen Varianten erhältlich ist.

Neue Techniken, neue Kommunikationswege und neue Plattformen sind eine feine Sache. Aber besonders dann sollte sich jeder die Frage stellen, ob es für Ihn, seinen Shop, seiner Webseite und seiner Firma der besste Weg ist.

No-SEO! Die Zeit der Optimierung für Maschinen ist vorbei!

Derjenige, der sich den Begriff Suchmaschinenoptimierung ausgedacht hat, möge sich bitte bei mir melden. Gern auch derjenige, der den Begriff abgekürzt und dann in die Welt getragen hat!
Ich gehe zwar davon aus, dass diese Menschen keinerlei böse Absichten hegten. Aber sie haben Spuren hinterlassen. Spuren in den Köpfen derjenigen, die sich eher laienhaft mit dem Thema auseinander setzen.

Aber genau diese Zielgruppe ist es, die Informationen aufsaugen, ohne sie zu hinterfragen. Und sie vergessen leider auch nicht so schnell das “Gelernte”.
Waren es noch vor einiger Zeit die berühmten “Keywords”, ist es jetzt “SEO”.

Aber wollen wir wirklich Internetseiten für einen Suchindex erstellen? Transportieren diese Seiten nicht Informationen, die wir für einen Leser aus Fleisch und Blut geschrieben haben? Wurden nicht schöne und funktionale Designs erstellt um einen potentiellen Besucher zu erfreuen?

Wenn man den oben erwähnten Menschen glauben würde, dann müssten die Antworten auf diese Fragen immer “NEIN! Bloß nicht!” lauten.
Ich möchte in Zukunft lieber informative, aussagekräftige, authentische und nette Seiten im Internet sehen, bei denen es einfach Spaß macht zu klicken und auch noch den dritten Textabschnitt zu lesen. Weil die Seiten Substanz haben und nicht, weil sie “optimiert” sind.

Darum gehbe ich mich auch mit der ersten Ergebnisseite in den Suchmaschinen nicht zufrieden, sondern blättere im Index auch gern nach hinten. Ich nenne meine Ergebnisse gern “Content-Perlen” und verbanne “SEO” aus meinem Wortschatz. Wir optimieren nicht für Maschinen sondern für den Leser.
“Visitor Optimization” oder  “Customer Content Optimization” wären die Begriffe, die sich endlich in den Köpfen festsetzen sollten. Und dann wäre automatisch klar, dass eine Internetseite aus guten Inhalten bestehen soll. Und gute Inhalte zu produzieren ist mehr als Keywords zu bestimmen und Bilddatenbanken auszuschlachten.

Facebook-Nutzer werden älter. Na und?

Heute lese ich in einschlägigen Online-Medien, dass die Facebook-Nutzer angeblich älter werden. Das junge Publikum wendet sich ab, weil Facebook “uncool” geworden ist.Meiner meinung nach war Facebook noch nie wirklich cool. Es wurde vor allem von denjenigen genutzt, die sich gern selbst darstellen und die auf jede Äußerung möglichst viele Kommentare erwarten. Einerseits ist dieses durchaus legitim, andererseits aber auch eher in der Zielgruppe unter 20 Jahren zu erwarten.

So zumindest die Theorie. die Praxis zeigt allerdings andere Stilblüten.
Die Empfehlung, einen Beitrag zu löschen, der nicht innerhalb der ersten Stunden kommentiert oder “geliket” wurde, zeugt davon, dass Facebook eine “Klick-meinen-Beitrag-an”-Plattform ist.

Die Entwicklung zur älteren Nutzergruppe ist daher zu begrüßen. Vorausgesetzt die (neue) Nutzergemeinde setzt seine Beiträge auch entsprechend. Es ist aber genauso wahrscheinlich, dass diese Nutzergruppen eher passiv sind und lediglich nur Medlungen von abonnierte Seiten konsumieren, ab und zu “gefällt mir” klicken und selten einen Kommentar hinterlassen.Steigt die Frequenz der Werbung wird sich diese Gruppe genauso schnell von Facebook verabschieden, wie sie gekommen ist. Denn dann wird Facebook nicht  nur langweilig, sondern auch stressig.
Sollte sich Facebook also zu einer kostenpflichtigen Plattform (weiter-)entwickeln? Vielleicht ist eine Premium-Variante die einzige Zukunft. Vorbild ist hier z.B. XING. Aber reicht das aus, um genügend Gewinn abzuwerfen, dass die Aktionäre zufrieden sind?
Es bleibt also spannend im “Sozialen-Netz”.